Leichen15
In der Kunst gibt es keinen Fortschritt,sie passt sich lediglich ständig an das Lebensgefühl an.Es gab keine Zeit ohne Kunst-und mW auch kein Volk.-
Aber die Wirklichkeitsvortäuschung und Natur-Ähnlichkeit in der Malerei ist doch überdeutlich von Picasso zerschlagen worden-das entsprach offenbar einem Bedürfnis der Zeit-jedenfalls meinem.-
Es gab –und gibt mE-ein Bedürfnis nach einfachen geometrischen Formen.Die hat ja Picasso wiedereingeführt.-
ME kann die Malerei der Gegenwart nur mit sehr einfachen Elementen arbeiten.Auf meiner site sehen Sie ein paar Beipiele.Und genau deshalb sind die zersäbelten Leichen ALS KUNST Quark-die immense aufklärerische Wirkung steht ja hier nicht zur Debatte.-
-Auch mit geometrischen Mitteln muß Malerei das LEBEN darstellen-wie auch immer.Schon der Begriff "Gegenständlich" ist barbarisch-früher sprach man richtiger von "Still-Leben" oder nature-morte.Schon der Begriff richtet die Epoche.-
An Fetting-und überhaupt den neuen Wilden wundert mich der Mangel an Bildaufbau bei lukullische Pinselfühung-das ist wohl die Hauptsache.Mich überzeugt das nicht,auch wenn ein nackter Schwarzafrikaner auf einem Lotterbett nicht unbedingt ein bürgerliches Thema sind,und auch wenn das mit sehr delikatem Farbauftrag gemalt ist-für mich ist diese Malerei "eines der wichtigsten deutschen Maler"(na klar) eine nachzüglerische Malerei.Aber so etwas findet immer einen Riesenmarkt.-Letztlich Geschmacksache-vielleicht kommt ja wirklich das Lebensgefühl von 1880 zurück.
Christoph Schlobies
Diplom-Physiker
www.schlobies.de